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Gedenkstätten in Berlin


Die Berliner und Brandenburger Gedenkstätten sind in ihrer Ausprägung und Thematik einzigartig in Deutschland und der Welt. Thematisch lassen sie sich den beiden Themenkomplexen Nationalsozialismus und Geteiltes Deutschland zuordnen.
In den Gedenkstätten reservieren wir Führungen für Ihre Reisegruppe für eine Buchungspauschale von 30 € incl. 19% MwSt. Eintrittspreise oder Führungsgebühren, sofern sie erhoben werden, sind hierin noch nicht enthalten.

Gedenkstätten zum Thema Nationalsozialismus


Topographie des Terrors
Neben dem Martin-Gropius-Bau, gegenüber dem Preußischen Landtag, hinter einem angenagten Mauerrest befindet sich das „Prinz-Albrecht-Gelände“. Hier waren zwischen 1933 und 1945 die Zentralen der wichtigsten Überwachungs- und Verfolgungsapparate des NS-Regimes untergebracht. Mit inzwischen über einer Million Besuchern im Jahr gehört die „Topographie des Terrors“ zu den meist besuchten Erinnerungsorten und Museen in Berlin. 2010 wurde das neue Dokumentationszentrum eröffnet. Die neu gestaltete und ergänzte Hauptausstellung „Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt in der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße“, ist im neuen Gebäude auf einer Ausstellungsfläche von 800 qm zu sehen. Im Untergeschoss steht eine Bibliothek mit ca. 30.000 Medieneinheiten zur Verfügung. Seit August 2010 werden entlang der Ausgrabungen an der Niederkirchnerstraße während der Sommermonate wechselnde Ausstellungen gezeigt. Ein Rundgang mit 15 Stationen stellt den Besuchern das Gelände in seiner historischen Dimension vor. Dazu gibt einen Audioguide als App für Anroid und iPhone, auf Deutsch, Englisch und für Gehörlose (mit Gebärdensprache).
Niederkirchnerstr. 8, Berlin-Kreuzberg
ÖPNV: U+S Potsdamer Platz, S Anhalter Bahnhof, Bus M29, M41, M48, 200
Öffnungszeiten: tägl. 10-20, Bibliothek 10-17 Uhr
Eintritt: frei, öffentl. Führungen So 14 Uhr (dt.), So 15:30 (engl.) kostenfrei
Gruppen: Gruppenführungen 70 €, Schulklassen kostenlos (max. 7-17 Pers., dt., engl., frz., hebr., it., niederl., poln., russ., span., türk.) Anmeldung erforderlich: Tel. 030-25450970


Das Denkmal im Zentrum Berlins ist die zentrale Holocaustgedenkstätte Deutschlands, ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die bis zu sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust. Das zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz gelegene Denkmal besteht aus dem von Peter Eisenman entworfenen Stelenfeld und dem unterirdisch gelegenen Ort der Information. Die Ausstellung im Ort der Information dokumentiert die Verfolgung und Vernichtung der Juden und die historischen Stätten der Verbrechen. Sie wird jährlich von fast einer halben Million Gäste besucht. Im Tiergarten, in unmittelbarer Nähe, befindet sich das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas und der Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde.
Cora-Berliner-Str. 1, Berlin-Mitte
ÖPNV: U+S Brandenburger Tor, U+S Potsdamer Platz, Bus 100, 200, M48, M85
Öffnungszeiten: Stelenfeld: tägl. 24h zugänglich; Ausstellung im Ort der Information: Apr-Sep Di-So, 10-20 Uhr; Okt-Mär Di-So, 10-19 Uhr; letzter Einlass 45 min vor Schließung
Eintritt: frei, Audioguides 4 €, erm. 2 €, kostenfreie Führung (Smartphone-App)
Gruppen: Führungen auf Anfrage


Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
(ca. 4 Std. inkl. Anreise aus Berlin)
Die am Reißbrett als idealtypisches Konzentrationslager konzipierte Anlage sollte dem Weltbild des Nationalsozialismus architektonischen Ausdruck geben und die Häftlinge auch symbolisch der absoluten Macht der SS unterwerfen. Über 200.000 Häftlinge aus vielen Ländern Europas wurden zwischen 1936-45 nach Sachsenhausen deportiert, Zehntausende wurden ermordet oder starben an den Haftbedingungen. 1945-50 wurden im Kernbereich des ehemaligen KZ vom sowjetischen Geheimdienst 60.000 Menschen inhaftiert, 12.000 starben an Hunger und Krankheiten. Heute befindet sich hier ein internationaler Gedenk- und Lernort, an dem Projekttage und andere bildungsorientierte Veranstaltungen durchgeführt werden. In den erhaltenen Gebäuden sind elf Dauerausstellungen zu sehen, wie „Jüdische Häftlinge im KZ Sachsenhausen“, „Der ‚Alltag‘ der Häftlinge im KZ Sachsenhausen“, „Medizin und Verbrechen“, „Die Stadt und das Lager“, „KZ Sachsenhausen. Ereignisse und Entwicklungen“ oder „Sowjetisches Speziallager“. Im weitgehend original erhaltenen Gebäude der ""Inspektion der Konzentrationslager"" informiert seit 2013 die Dauerausstellung ""Die Zentrale des KZ-Terrors"" über die Geschichte der seit 1938 in Oranienburg ansässigen Verwaltungszentrale aller Konzentrationslager. Gruppen können in der Jugendherberge „Haus Szczypiorski“ unterkommen, der ehemaligen Dienstvilla des „Inspekteurs des Konzentrationslagers“.
Straße der Nationen 22, Berlin-andere / others
ÖPNV: RE, S Oranienburg, Bus 804 (stündl.), 20 Min. Fußweg
Öffnungszeiten: tägl. 8:30-16:30, 15. Mär - 14.Okt bis 18 Uhr, montags sind die Museen geschlossen
Eintritt: frei, öffentl. Führungen jeden 2. + 3. So im Monat 3 €, erm. 2 € pro Person
Gruppen: Gruppenführung bis 15 Pers. 15 €, bis 30 Pers. 25 €, Fremdsprachenzuschlag 25 €, Anmeldung erforderlich


Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz
In idyllischer Lage am Wannsee wurde über die organisatorische Durchführung der bereits beschlossenen Deportation und Ermordung der Juden Europas beraten. Eine Ausstellung dokumentiert die Konferenz, ihre Vorgeschichte und Folgen. Im Bildungsbereich der Gedenkstätte finden Studientage zum Nationalsozialismus und zur jüdischen Geschichte statt.
Am Großen Wannsee 56-58, Berlin-Zehlendorf
ÖPNV: Bus 114
Öffnungszeiten: tägl. 10-18 Uhr außer an Feiertagen, Mediathek Mo-Fr 10-18 Uhr
Eintritt: frei, öffentl. Führungen Sa+So 16 + 17 Uhr kostenfrei
Gruppen: Gruppenführungen (2 Std.) ab 10 Pers., 2 €, Schüler+Studenten kostenlos, Anmeldung erforderlich


Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand ist ein Ort der Erinnerung, der politischen Bildungsarbeit, des aktiven Lernens, der Dokumentation und der Forschung. Mit einer neu gestalteten, umfangreichen Dauerausstellung, wechselnden Sonderausstellungen und einem vielfältigen Veranstaltungs- und Veröffentlichungsangebot informiert sie über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Sie will zeigen, wie sich einzelne Menschen und Gruppen in den Jahren 1933 bis 1945 gegen die nationalsozialistische Diktatur gewehrt und ihre Handlungsspielräume genutzt haben. Sie betreut auch die Gedenkstätte Plötzensee, das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt und die Gedenkstätte Stille Helden in der Rosenthaler Straße.
Stauffenbergstr. 13-14, (Eingang über den Ehrenhof), Berlin-Tiergarten
ÖPNV: U1 Kurfürstenstr., U+S Potsdamer Platz, Bus M29, M48, M85, 200
Öffnungszeiten: Mo-Mi+Fr 9-18 Uhr, Do bis 20 Uhr, Sa+So+feiertags 10-18 Uhr
Eintritt: frei, Audioführung in 7 Sprachen / Videoführung in deutscher Gebärdensprache, So 15 Uhr öffentliche Führungen kostenfrei
Gruppen: Gruppenführungen kostenfrei (ab 10 Pers.), Anmeldung erforderlich


Anne Frank Zentrum
Im Mittelpunkt der Ausstellung ""Anne Frank. hier & heute"" stehen die Lebensgeschichte und das Tagebuch Anne Franks. Viele erhaltene Fotos und Dokumente zeigen ihre Lebensgeschichte auf, dazu sind Interviews mit ihrem Vater, ihrer Schulfreundin und einer Helferin zu hören. Auch Berliner Jugendliche von heute kommen über Hörstationen und kurze Filmportraits zu Wort. Begleitend finden Veranstaltungen wie Lesungen, Zeitzeugengespräche, Filmabende sowie Seminare und Podiumsdiskussionen statt.
Rosenthaler Str. 39, Berlin-Mitte
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr
Eintritt: 5 €, erm. 3 €, Familienkarte 12 €, Kinder bis 10 J. frei
Gruppen / Führungen: Ausstellungsbegleitung (2 Std.) bis 15 Pers. 25 €, bis 30 Pers. 50 € zzgl. Eintritt p.P. 2,50 €; Projekttag (5 Std.) mit Blindenwerkstatt Otto-Weidt-Workshop 50 € (bis 15 Pers.), 100 € (bis 30 Pers) je zzgl. Eintritt p.P. 2,50 €
ÖPNV: S Hackescher Markt, U8 Weinmeisterstr., Tram M1, M4, M5, M6


AlliiertenMuseum
Die Geschichte der Westmächte und Berlins in der Zeit von 1945-1994. Ausgangspunkt der Dauerausstellung ist der Einmarsch der Westmächte in ihre Sektoren nach der deutschen Niederlage im Zweiten Weltkrieg. Schlusspunkt ist die Freude über den Fall der Mauer und die Vereinigung der deutschen Staaten 1990. Das Museum soll inden nächsten Jahren wachsen und in Hangar 7 des Flughafens Tempelhof ziehen. Einleuchtend weil hier die Rosinenbomber landeten – schwierig weil hier im Moment Notunterkünfte für Flüchtlinge im Vordergrund stehen.
Clayallee 135, Berlin-Zehlendorf, ÖPNV: U Oskar-Helene-Heim, Bus 115, X83
Öffnungszeiten: Do-Di 10-18 Uhr
Eintritt: frei
Gruppen / Führungen: Gruppenführung dt., engl. od. franz. 40 €, für Schüler frei (Spende erwünscht.)


Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Das Museum – einst als Offizierskasino einer Wehrmachtspionierschule errichtet – erinnert am historischen Ort an die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945. Mit diesem Akt endete der Zweite Weltkrieg in Europa. In seiner Dauerausstellung thematisiert das Museum als einziges in Deutschland den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion von 1941 bis 1945. Dieser Krieg zählt wie der Völkermord an den europäischen Juden und die Ermordung weiterer Bevölkerungsgruppen zu den großen Verbrechenskomplexen des Nationalsozialismus.
Zwieseler Str. 4, Berlin-Lichtenberg
ÖPNV: S Karlshorst + Bus 296, U5 Tierpark + Bus 296
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr; kostenlose öffentliche Führung: So+feiertags 15 Uhr
Eintritt: frei
Gruppen: Führungen für Gruppen nur nach Anmeldung: 45 € (mind. 10, max. 17 Personen)


Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide
Unweit der großen Industrieanlagen von Ober- und Niederschöneweide befinden sich die Baracken des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers, die als komplettes Ensemble erhalten geblieben sind. Ein Teil davon wird als Dokumentationszentrum genutzt. Eine Dauerausstellung, Führungen sowie Seminare gewähren Zugang zum Thema Zwangsarbeit.
Britzer Str. 5, Berlin-Treptow
ÖPNV: S Schöneweide, Bus 160, 165 (Haltestelle Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit)
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr, kostenfreie öffentliche Führung am 1. So im Monat um 15 Uhr, weitere Führungen auf Anfrage
Eintritt: frei
Gruppen: Angebote auf Anfrage


Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma
Zwischen Brandenburger Tor und Reichstagsgebäude gelegen (Simsonweg/Scheidemannstraße), befindet sich das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas. Das Denkmal des Künstlers Dani Karavan besteht aus einem Brunnen mit einem versenkbaren Stein, auf dem täglich eine frische Blume liegt. Darüber hinaus informieren Tafeln über Ausgrenzung und Massenmord an der Minderheit während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft.
Simsonweg, Berlin-Mitte
ÖPNV: U+S Brandenburger Tor, Bus 100, M85
Öffnungszeiten: tägl. 24h zugänglich


Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen
Im Tiergarten, gegenüber dem Holocaust-Denkmal, befindet sich das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Das Denkmal soll die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus ehren und zugleich »ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen«.
Ebertstr. / Ecke Hannah-Arendt-Str., Berlin-Tiergarten
ÖPNV: U+S Brandenburger Tor, Bus 100, 200
Öffnungszeiten: tägl. 24h zugänglich, Kurzfilm wird in Endlosschleife gezeigt
Eintritt: frei


Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung
Das Denkmal erinnert an die öffentliche Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933, bei der 20.000 Bücher von NS-Regimetreuen zeremoniell verbrannt wurden. Mitten auf dem Bebelplatz symbolisiert eine in den Platz eingelassene Glasplatte, unter der sich grellweiße, leere Bücherregale befinden, die Unterdrückung aller geistigen Freiheiten im Nationalsozialismus.
Bebelplatz, Berlin-Mitte
ÖPNV: Bus 100, 200


Deportations-Mahnmal
Ein Güterwagon erinnert an dieser Stelle an die Deportation von 55.696 Berliner Juden zwischen 1941 und 1945.
Levetzowstr. 7-8, Berlin-Tiergarten
ÖPNV: U9 Hansaplatz, Bus 106


Deutschlandhaus
2018 soll hinter der denkmalgeschützten Fassade ein modernes Museum fertig sein. Dann zieht die „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ ein. Neben der Dauerausstellung soll es Wechselausstellungen zu einzelnen historischen Aspekten und zu aktuellen Entwicklungen geben. Das Haus wird dann zum Dokumentations- und Informationszentrum mit Bibliothek, Mediathek und Archiv.
Stresemannstr. 90, Berlin-Kreuzberg
ÖPNV: S Anhalter Bhf, Bus M 19


Gedenkkirche Maria Regina Martyrum
In der Nähe der Hinrichtungsstätte Plötzensee, in der zwischen 1933 und 1945 fast 3000 Menschen hingerichtet wurden, gibt es seit 1963 dieses Gotteshaus zum Gedächtnis der Blutzeugen für die Glaubens- und Gewissensfreiheit. Die Skulpturen und Gemälde, das Spiel mit dem Tageslicht… dieses architektonische Meisterwerk muss man gesehen haben!
Heckerdamm 232, Berlin-Charlottenburg
ÖPNV: U7 Jakob-Kaiser-Platz, Bus 109, M21
Gruppen: Die Schwestern des Karmeliterklosters bieten nach telefonischer Anmeldung Führungen durch die Gedenkkirche an.


Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße
Im ehemaligen Kasernengebäude der Preußischen Eisenbahnregimenter an der General-Pape-Straße befand sich von März bis Dezember 1933 ein frühes Konzentrationslager unter Führung der SA Feldpolizei. Die damals als Haftzellen genutzten Kellerräume sind größtenteils in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Seit März 2013 dokumentiert eine Ausstellung vor Ort die Geschichte des SA-Gefängnisses. Kostenlose öffentliche Führungen jeden Sonntag um 14 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Für Besuchergruppen gibt es besondere Bildungsangebote sowie kostenfreie didaktische Materialien.
Werner-Voß-Damm 54 a, Berlin-Schöneberg
ÖPNV: S Südkreuz, Bus M46, 184, 248
Öffnungszeiten: Di-Do + So 14-18 Uhr
Eintritt: frei, öffentl. kostenfreie Führungen So 14 Uhr
Gruppen: Führungen für Gruppen/Schulklassen, Anmeldung erforderlich


Gedenkstätte Plötzensee
Die Gedenkstätte Plötzensee ist ein Ort des stillen Gedenkens für die Opfer des Nationalsozialismus. Hier wurden zwischen 1933 und 1945 fast 3000 Menschen hingerichtet. Neben dem Raum, in dem die Hinrichtungen stattfanden, informiert ein Infoterminal über Biografien der Opfer und es wird dokumentiert wie die nationalsozialistischen Unrechtsurteile zu Stande kamen.
Hüttigpfad, Berlin-Charlottenburg
ÖPNV: Bus TXL, 123
Öffnungszeiten: Mär-Okt tägl. 9-17, Nov-Feb bis 16 Uhr
Eintritt: frei
Gruppen: Ort des stillen Gedenkens, daher keine Führungen.


Gedenkstätte Stille Helden
Die Gedenkstätte Stille Helden wurde im November 2008 eröffnet und erinnert an jene Menschen, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgten Juden beistanden.
Rosenthaler Str. 39, Berlin-Mitte
ÖPNV: S Hackescher Markt, U7 Weinmeister Str., Tram M1, M4, M5, M6
Öffnungszeiten: tägl. 10-20 Uhr (nicht 24.12.)
Eintritt: frei
Gruppen: Gruppenführungen bis 30 Pers., Anmeldung erforderlich, ab Klassenstufe 8


Gleis 17
Seit Januar 1998 erinnert das „Gleis 17“ an die Deportation jüdischer Bürger mit der Reichsbahn während des Nationalsozialismus. Insgesamt wurden in Berlin ab 1941 über 55.696 Menschen in die osteuropäischen Ghettos (Lodz, Riga, Warschau) und später in die Konzentrationslager Auschwitz, Sachsenhausen und Theresienstadt deportiert. Beiderseits des Gleises 17, von dem die meisten Deportationszüge abfuhren, wurden Stahlplatten verlegt. An den so entstandenen „Bahnsteigkanten“ dieser Platten sind in chronologischer Folge alle Fahrten von Berlin mit Anzahl der Deportierten und dem Zielort dokumentiert. Die Vegetation zwischen den Schienen ist Bestandteil des Mahnmals. Sie steht symbolhaft dafür, dass von diesem Gleis nie wieder ein Zug abfahren soll.
Am Bahnhof Grunewald, Berlin-Grunewald
ÖPNV: S Grunewald, Bus M19
Öffnungszeiten: jederzeit frei zugänglich
Eintritt: frei


Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
Die Ausstellung ""Blindes Vertrauen - Versteckt am Hackeschen Markt"" zeigt drei Räume der ehemaligen Blindenwerkstatt Otto Weidt. Hier arbeiteten während der Zeit des Nationalsozialismus jüdische und nichtjüdische Gehörlose und Blinde unter dem Schutz des Kleinfabrikanten Weidt, der in seinem offiziell als ""wehrwichtig"" anerkannten Betrieb Besen und Bürsten herstellen ließ.
Rosenthaler Str. 39, Berlin-Mitte
ÖPNV: S Hackescher Markt, Tram M1, M4, M5, M6
Öffnungszeiten: tägl. 10-20 Uhr, öffentl. Führungen So 15 Uhr
Eintritt: frei
Gruppen: Gruppenführung kostenfrei, Anmeldung erforderlich: E-Mail an fuehrungen@museum-blindenwerkstatt.de


Orte jüdischen Lebens in Berlin
Wo lebten, arbeiteten Menschen, die sich von ihrer Glaubens- und Kulturtradition als Juden sahen, oder im rassistischen Sinne des Nationalsozialismus als ""Juden"" definiert wurden? Wie behaupteten sich die Betroffenen im Zeichen wachsender Verfolgung? Medieninformatiker und Historiker der Beuth Hochschule entwickelten diese multimediale App (Android/iOS) und stellen die Entwicklung im Berlin der Jahre nach 1933 dar.
Eintritt: kostenlos


Geschichtspark Moabit
Gegenüber vom Berliner Hauptbahnhof wurde auf dem Gelände des ehemaligen Zellengefängnisses Moabit eine öffentliche Parkanlage erstellt. Schön zum Ausruhen nach der anstrengenden Zugfahrt, aber es ist auch eine interessante Gedenkstätte: Hier stand seit Mitte des 19. Jahrhunderts das Zellengefängnis Lehrter Straße. Zuerst war es brühmt weil es modern war (Einzelzellen), dann berüchtigt, im III. Reich.
Lehrter Str. / Invalidenstr., Berlin-Mitte
ÖPNV: U+S Hauptbahnhof
Eintritt: frei


Sowjetisches Ehrenmal
Gedenkstätte für die Soldaten des „Großen Vaterländischen Krieges“, die 1945 in der Schlacht um Berlin fielen - ein wichtiges Zeugnis stalinistischer Kunst in Berlin. Sie ist gleichzeitig Grabstätte für 5.000 sowjetische Soldaten und liegt mitten im Treptower Park.
Treptower Park, Berlin-Treptow
ÖPNV: S Treptower Park, Bus 166, 265, 365


Stolpersteine
Die 10x10 cm großen Messingsteine mit Namen und Daten eines Opfers des Holocausts findet man überall im Berliner Pflaster, jeweils vor dem letzten freiwillig gewählten Wohnort. Die Idee des Künstlers Gunter Demnig war so erfolgreich, dass es inzwischen über 47.000 Steine in etwa 900 Städten gibt.