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Gedenkstätten zum Thema Geteiltes Deutschland


Über 20 Jahre nach dem Fall der Mauer führt ein Weg durch das ehemals geteilte Deutschland vom Checkpoint Charlie (Black Box Kalter Krieg, Mauerpanorama und Mauermuseum) über den Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor, weiter zum „Tränenpalast“ und schließlich zur Gedenkstätte Berliner Mauer in die Bernauer Straße.

Gedenkstätte Berliner Mauer
Die Bernauer Straße trennt die Bezirke Wedding und Mitte, bis 1989 verlief hier die Berliner Mauer. Im November 1999 wurde hier das Dokumentationszentrum zur Geschichte der Teilung Berlins eröffnet. Die Gedenkstätte zeigt ein Stück der Berliner Mauer und vermittelt einen Eindruck der Grenzanlagen, sowie der dramatischen Ereignisse an diesem Ort.
Bernauer Str. 119, Berlin-Mitte
ÖPNV: U8 Bernauer Str., S Nordbahnhof, Tram M10
Öffnungszeiten: tägl 8- 22 Uhr, Besucherzentrum Di-So 10-18 Uhr
Eintritt: frei, So 15 Uhr öffentl. Führung 3 € pro Person
Gruppen: Führung bis 10 Pers. 30 €, jede weitere Pers. 3 €, Schulklassen frei. Anmeldung erforderlich, engl./frz./it./span./port.


BlackBox Kalter Krieg
Am Checkpoint Charlie informiert eine schwarze Infobox mit 16 Medienstationen und einem kleinen Kino über den Kalten Krieg und die historischen Zusammenhänge der deutschen Teilung. Schwarz und kantig setzt sich die Black Box vom Touristentrubel ab, der den geschichtsträchtigen Ort dominiert: Souvenirs, verkleidete Schauspieler, eine Trabi-Safari knattert vorbei. Später soll hier ein „Zentrum des Kalten Krieges“ entstehen. Das klappt allerdings nur, wenn die Berliner Politik sich einigt. Aus dem Ausland, besonders aus den USA gibt es bereits viel positive Resonanz und tatkräftige Unterstützung.
Friedrichstr. 47, Berlin-Mitte
ÖPNV: U6 Kochstr., U2+6 Stadtmitte, Bus M29
Öffnungszeiten: tägl. 10-18 Uhr
Eintritt: 5 €, erm. 3,50 €, Schüler ab 14 Jahren 2 €, Kinder bis 14 Jahre frei, Kombiticket BlackBox / asisi Panorama 12,50 € erm. 10,50 €
Gruppen: ab 10 Pers. 3,50 €, erm. 2,50 €, Schulklassen 2 € p.P.


Die Mauer – Das asisiPanorama zum geteilten Berlin
Am Checkpoint Charlie kann man die Mauer im Maßstab 1:1 wieder sehen, als großes Panoramabild von Yadegar Asisi, der zu Mauerzeiten selbst in Kreuzberg gewohnt hat. Von außen sieht es aus wie ein Gasometer (18 Meter hoch, 28 Meter Durchmesser), innen hat man einen grandiosen Blick auf die Mauer in Kreuzberg, Sebastian- Ecke Luckauer Straße an einem fiktiven Herbsttag in den 80er Jahren. Wer zu den Bildern Fakten und Hintergrundwissen sucht, findet sie gleich gegenüber in der „BlackBox Kalter Krieg“.
Friedrichstr. 205 / Eingang Zimmerstr., Berlin-Mitte
ÖPNV: U6 Kochstr., Bus M29
Öffnungszeiten: tägl. 10-18 Uhr
Eintritt: 10 €, erm. 8 €, Kinder 4 €, Kombiticket mit BlackBox 12,50 € erm. 10,50 €
Gruppen: ab 10 Pers. 8 €, Schulklassen 4 € pro Person


Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Zwischen 1947 und 1951 fungierte das Lager als zentrales sowjetisches Untersuchungsgefängnis. Untergebracht waren vor allem mutmaßliche politisch-ideelle Widersacher und Nationalsozialisten. 1951 wurde das Untersuchungsgefängnis in den Zuständigkeitsbereich der DDR übergeben und bis 1989 vom Ministerium für Staatssicherheit als zentrale Untersuchungshaftanstalt für politische Häftlinge betrieben. Seit Oktober 2013 ist hier eine neue Dauerausstellung zu sehen: “Gefangen in Hohenschönhausen: Zeugnisse politischer Verfolgung 1945 bis 1989“.
Genslerstr. 66, Berlin-Hohenschönhausen
ÖPNV: S Landsberger Allee, Tram M5, M6, Bus 256
Öffnungszeiten: tägl. 9-18, öffentl. Führungen Mär-Nov Mo-Fr stündl. 11-15, Dez-Feb Mo-Fr 11, 13, 15 Uhr, Sa+So+feiertags stündl. 10-16 Uhr, Engl. Führung: Mär-Nov tägl. 14:30, Dez-Feb Mi,Sa, So 14:30 Uhr, jeden 3. Mi im Monat Blindenführung: 15 Uhr
Eintritt: Führung 6 €, erm. 3 €, Schüler 1 €
Gruppen: Gruppenführung ( max. 25 Pers.) pauschal 85 €, Schüler 25 €. Gruppenreservierung: 030-98608230.


Stasimuseum Berlin / Gedenkstätte Normannenstraße
Die Gedenkstätte befindet sich in der ehemaligen Zentrale des MfS. Auf drei Etagen sind die im Originalzustand erhaltenen Amts- und Arbeitsräume Erich Mielkes, des letzten Ministers für Staatssicherheit, sowie die neue Dauerausstellung ""Staatssicherheit in der SED-Diktatur"" zu besichtigen. Auf Anfrage sind weitere pädagogische Angebote wie Zeitzeugengespräche, Vorträge oder Seminare möglich.
Ruschestr. 103, Berlin-Lichtenberg
ÖPNV: U5 Magdalenenstr., U5 Frankfurter Allee, Tram M13
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18, Sa+So 11-18 Uhr
Eintritt: 6 €, erm. 4,50 €, Schüler 3 €
Gruppen: Führung inkl. Eintritt ab 10 Pers. 5 €, erm. 4 €, Schüler 2,50 €


Mauermuseum - Museum Haus am Checkpoint Charlie
Am bekanntesten Grenzübergang wird die Geschichte der Berliner Mauer dokumentiert. Neben Filmen, Originalaufnahmen, Fotos und Texten erzählen Gegenstände von teilweise spektakulären Fluchtgeschichten. Für den direkten Kontakt zur DDR-Vergangenheit werden Gespräche mit Zeitzeugen angeboten, auch Führungen sind möglich.
Friedrichstr. 43-45, Berlin-Kreuzberg
ÖPNV: U6 Kochstr., Bus M29
Öffnungszeiten: tägl. 9-22 Uhr
Eintritt: 12,50 €, erm. 9,50 €, Schüler, Kinder bis 18 J. 6,50 €
Gruppen: Gruppen ab 20 Pers. 8,50 € p.P., Schulklassen 6,50 €. Nach Voranmeldung: Führungen bis 30 Pers. 60 €, Zeitzeugengespräch bis 30 Pers. 65 €, weitere Teilnehmer je 2 €, zzgl. Eintritte


Tränenpalast
Der Tränenpalast - die ehemalige Abfertigungshalle für die Ausreise aus der DDR nach West-Berlin am Bahnhof Friedrichstraße. Die Ausstellung ""GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung"" veranschaulicht das Leben angesichts von Teilung und Grenze.
Reichstagufer 17, Berlin-Mitte
ÖPNV: U+S Friedrichstr., Tram M1, 12
Öffnungszeiten: Di-Fr 9-19, Sa+So+feiertags 10-18 Uhr
Eintritt: Eintritt und Audioguide (dt., engl., ital., franz., span) frei, barrierefrei
Gruppen: Gruppenführungen kostenfrei, Anmeldung erforderlich: Tel. 030-46777790


Brecht-Weigel-Gedenkstätte
Die Wohnungen von Bertolt Brecht und Helene Weigel im Originalzustand. Besuche nur mit Führung zu jeder halben Stunde (sonntags jede Stunde, je max. 8 Pers.). Zur Vertiefung empfiehlt sich das Archiv und das Literaturforum am Brecht-Haus. Nebenan auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof ruhen Brecht und Weigel unweit der Gräber von Hegel, Fichte, Heinrich Mann und Hanns Eisler.
Chausseestr. 125, Hof, Seitenflügel, 1. Etage, Berlin-Mitte
ÖPNV: U6 Oranienburger Tor, S Friedrichstr., Tram M1, M6
Öffnungszeiten: Besuch nur im Rahmen einer Führung möglich
Eintritt: 5 €, erm. 2,50 €, Schüler/Studentengruppen 1,50 €


Museum in der Kulturbrauerei
Die Dauerausstellung ""Alltag in der DDR"" richtet ihren Blick auf das Leben der Ostdeutschen in den 1970er und 1980er Jahren.
Knaackstr. 97, Berlin-Prenzlauer Berg
ÖPNV: U2 Eberswalder Str., Tram M1, M10
Öffnungszeiten: Di-So 10-18, Do 10-20 Uhr
Eintritt: frei
Gruppen: Gruppenführung kostenfrei, Anmeldung erforderlich, Tel.: 030/46777790


Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Das Notaufnahmelager Marienfelde wurde 1953 eröffnet. Bis 1990 passierten 1,35 Mio. Übersiedler und Flüchtlinge aus der DDR das Lager, bevor sie in die Bundesrepublik weiter reisten. Heute informiert am historischen Ort im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Aufnahmelagers eine Ausstellung über die deutsch-deutsche Fluchtbewegung: In sieben Themenräumen spannt sie den Bogen von den Fluchtgründen über die Fluchtwege und das Aufnahmeverfahren bis zu den Herausforderungen bei der Integration. Mit Originaldokumenten, Fotografien und Filmen werden wichtige politische Entwicklungen der deutsch-deutschen Geschichte und die Lebensumstände im Notaufnahmelager beleuchtet. Eine große Rolle spielen dabei die Lebensgeschichten von Zeitzeugen, die der DDR den Rücken kehrten. Neben Führungen bietet die Erinnerungsstätte nach Voranmeldung auch Gespräche mit Zeitzeugen an.
Marienfelder Allee 66/80, Berlin-Tempelhof
ÖPNV: S Marienfelde, Bus M77
Öffnungszeiten: Di-So 10-18, öffentliche Führungen So 15 Uhr
Eintritt: frei. Audioguides 2,50 €, erm. 1,50 €
Gruppen: Führung + Zeitzeugengespräch 2,50 €, erm. 1,50 € p.P.